Durchwurfhemmende Folie – erhöhter Schutz für sensible Glasbereiche
Durchwurfhemmende Folien (Sicherheitsfolien) werden eingesetzt, wenn Glasflächen gegen stärkere Gewalteinwirkung abgesichert werden sollen – zum Beispiel in sensiblen Bereichen, Behörden oder überall dort, wo ein höheres Sicherheitsniveau gefordert ist.
Typische Einsatzbereiche
- Behörden, Polizei, Verwaltungen
- Empfangs- und Schalterbereiche
- sensible Glasflächen mit Publikumsverkehr
- Objekte mit erhöhtem Vandalismus- oder Gefährdungspotenzial

Was „durchwurfhemmend“ bedeutet
Im Unterschied zur reinen Splitterbindung steht hier die Widerstandsfähigkeit gegen Durchwurf und Durchbruch stärker im Fokus. Die Folie soll verhindern, dass das Glas sofort aufreißt und sich schnell eine große Öffnung bildet.
Beispiel: 400 µ Sicherheitsfolie (hohe Schutzwirkung)
Für erhöhte Anforderungen werden häufig stärkere Folien eingesetzt (z. B. um 400 µ). Solche Varianten werden im Markt häufig mit einer Einordnung nach EN 356 (z. B. P2A) beschrieben. Welche Leistung im Objekt sinnvoll erreichbar ist, hängt vom Glas, Rahmen und der fachgerechten Montage ab.
Montage: Randbereich / Glashalteleiste ist entscheidend
Bei durchwurfhemmenden Anwendungen ist der Halt der Scheibe im Rahmen ein zentraler Punkt. In der Praxis wird daher häufig gefordert, die Folie bis in den Randbereich zu führen bzw. im System so auszuführen, dass der Verbund im Rahmenbereich wirksam bleibt (z. B. im Bereich der Glashalteleiste). Genau dieser Punkt entscheidet mit über die Schutzwirkung.
Eigenschaften & Vorteile
- wirksamer Schutz gegen Durchwurf (je nach System)
- glasklar und optisch unauffällig
- kratzunempfindliche Oberfläche
- leicht zu reinigen
- UV-Schutz bis zu 99 %
- Montage ohne Glasausbau möglich (je nach Objekt/Anschluss)
- rückstandsfrei wieder entfernbar (je nach System)
